Proteine

Proteine werden auch Eiweiße genannt und sind aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle. Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren. Eine Aminosäurenkette von mindestens 100 Aminosäuren wird als Protein bezeichnet. Unter 100 Aminosäuren bezeichnet man es als Peptid. Manche Eiweiße bestehen aus mehreren tausend Aminosäuren. In natürlichen Proteinen liegen sie stets in L-Form vor, welches die räumliche Struktur des Moleküls bezeichnet. Von wenigen Ausnahmen abgesehen können nur L-Aminosäuren vom Körper verwertet werden.

Es gibt essentielle, semi-essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren. Essentielle Aminosäuren nennt man all die Aminosäuren, die nicht vom Körper selbst hergestellt werden können und nur über die Nahrung aufgenommen werden können. Die anderen kann der Körper selbst synthetisieren. Dazu ist eine proteinreiche Ernährung Voraussetzung. Unser Körper zersetzt die Proteine, gewinnt daraus die essentiellen Aminosäuren und formt damit in der Leber neue Proteine. Für den Menschen sind 9 der 20 proteinogenen Aminosäuren unentbehrlich und damit essentiell.

Ist der Organismus unzureichend mit essentiellen Aminosäuren versorgt, bzw. fehlt nur eine Aminosäure, so liegt ein Missverhältnis vor und auch die vorhandenen Aminosäuren werden nicht zum Aufbau von Proteinen genutzt sondern in Fette und Zucker abgebaut. Alle essentiellen Aminosäuren kommen in Pflanzen vor, daher würden auch vegetarische oder vegane Produkte den Menschen ausreichend versorgen.


Funktionen im Organismus

Proteine sind die Grundbausteine aller Zellen, dienen in erster Linie dem Aufbau körpereigener Substanzen und haben vielfältige Funktionen im Organismus:


Als Antikörper im Immunsystem dienen sie der Abwehr von Fremdkörpern und Infektionen.
Als Füll- und Haltegewebe wie z.B. Collagen , Bindegewebe und Elastin geben sie dem Körper und seinen Zellen die Struktur.
Sie haben ebenfalls eine wichtige Funktion bei Bewegungen, denn ohne sie gäbe es keine Muskelkontraktion.
Sie haben eine wichtige Transportfunktion und transportieren als Hämoglobin den Sauerstoff im Blut.
Als Blutgerinnungsfaktoren reparieren sie verletzte Gefäße und verhindern Blutungen.
In ihrer Enzym-Funktion beschleunigen sie chemische Reaktionen des Stoffwechsels.
Auch fungieren sie als Bausteine der DNA, als Hormone (z.B. Wachstumshormon, Insulin) und Neurotransmitter (z.B. Dopamin, Serotonin).
Letztendlich können sie auch als Reservestoff Energie liefern.


Wichtig ist es, dem Körper über eine gesunde und ausgewogene Ernährung genügend Proteine kontinuierlich zuzuführen. Sehr proteinhaltige Nahrungsmittel sind: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte (Käse und Quark), Nüsse, Hülsenfrüchte, Soja, Quinoa, Amaranth, echter Buchweizen, Hanfsamen, Sojasamen und Spirulina.

Alle pflanzlichen Nahrungsmittel enthalten Proteine. Ein Proteinmangel durch vegetarische Ernährung ist sehr unwahrscheinlich, Probleme kann es eher bei einem übermäßigen Proteinkonsum vor allem aus tierischer Nahrung geben.


Tipp

Für den Ausdauersportler ist es wichtig zu wissen, dass der Körper bei längeren Belastungen beginnt, aus Protein Energie zu gewinnen. Daher sollte der Körper immer ausreichend mit Protein versorgt sein, da sonst die Gefahr besteht, dass das Muskeleiweiß angezapft wird. Dies wiederum würde zum Muskelabbau führen und ebenfalls der Regeneration und sogar dem Immunsystem schaden. Für eine optimale Trainingseffizienz ist deshalb die Verfügbarkeit von Kohlenhydraten und hochwertigem Protein extrem wichtig.


(C) 2012 - Easyway GmbH - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken